Kunstgeschichte lebt vom genauen Hinsehen. Und vom richtigen Ton. Mit ArtiFact habe ich ein Werkzeug entwickelt, das beides verbindet: analytische Präzision und die Sprachlogik guter Museumstexte. ArtiFact ist ein frei zugänglicher Custom GPT im ChatGPT Store, für alle, die mit Kunst arbeiten, lehren oder schlicht nicht an ihr vorbeikommen.
ArtiFact schreibt keine beliebigen Texte, sondern Kapitel. Es kennt die zwölf grossen Epochen der Kunstgeschichte und strukturiert jedes Thema in acht klaren Abschnitten, von der Einführung bis zur Quintessenz. Die Resultate sind lesbar, fundiert, katalogtauglich. Und sie lassen sich gezielt adaptieren: als Audioguide sprechbar und atmosphärisch, als Ausstellungstext bildnah, als Seminarunterlage systematisch und zitierfähig.
Aus dem Tool entstand 2025 die Reihe „ArtiFact. Kunst trifft KI“, ein fortlaufender Dialog zwischen Kunstgeschichte und künstlicher Intelligenz. ArtiFact ersetzt kein Denken. Es schärft den Blick auf Formen, Epochen und Zusammenhänge, damit Kunst nicht nur betrachtet, sondern begriffen wird. Hier sind die bisher veröffentlichten Beiträge:
Wie viel Maske braucht das Ich? Mark Twain trifft Karl Lagerfeld
Mark Twain trifft Karl Lagerfeld: Ein fiktives Bühnenstück über Stil, Selbstinszenierung und die Wahrheit hinter der Maske. Ironie und Eleganz begegnen sich – pointiert, visuell und zeitlos. Aus der Serie Titanen im Gespräch – TitanTalk.
ArtiFact – Jan van Eyck: Die Arnolfini-Hochzeit
Jan van Eycks Arnolfini-Hochzeit zählt zu den rätselhaftesten Bildern der europäischen Kunstgeschichte. Was auf den ersten Blick wie ein privates Doppelporträt erscheint, entpuppt sich als komplexe Chiffre aus Symbolik, Status und sakraler Tiefe. Mit technischer Präzision, leuchtender Ölmalerei und verblüffender Raumillusion inszeniert van Eyck nicht nur ein Kaufmannspaar – sondern auch den Akt des Erinnerns selbst. Ein Bild, das zugleich zeigt, verbirgt und bezeugt.
ArtiFact – Walter De Maria: Kunst als Brücke zwischen Erde und Kosmos
Ein zentraler Gedanke in seinem Schaffen war die Idee einer ganzheitlichen Perspektive: Kunst sollte den Menschen als Teil eines grösseren kosmischen Zusammenhangs begreifen lassen.



