KI-Berater für Strategie, Marktanalyse und Transformation

StratAdvisor ist ein Copy-Paste-Prompt für strategische Arbeit mit GPT-Systemen. Er führt durch die wichtigsten Schritte einer Strategieanalyse – von der Problemklärung über Markt und Wettbewerb bis zur Empfehlung und Roadmap.
Strategieberatung war lange mit grossen Budgets, umfangreichen Präsentationen und externen Beratungsteams verbunden. Ein guter Prompt ersetzt diese Arbeit nicht. Er kann ihren Zugang verändern: Er strukturiert Fragen, macht Annahmen sichtbar und hilft, aus einer diffusen Herausforderung eine bearbeitbare Aufgabe zu machen.
Der entscheidende Punkt liegt dabei vor dem Prompt. Wer nur einen allgemeinen Wunsch eingibt, erhält meist eine allgemeine Antwort. Wer eigene Daten, Ziele, Einschränkungen und Rückfragen einbringt, macht aus der Sprach-KI einen brauchbaren Sparringspartner. Die Denkarbeit beginnt mit der Eingabe – und endet mit der Prüfung.

Was ist StratAdvisor?
StratAdvisor ist kein eigenständiges Beratungsunternehmen und kein fertiges Softwareprodukt. Es ist ein präzise formulierter Prompt für ein interaktives Gespräch mit einer Sprach-KI. Die KI übernimmt dabei die Rolle eines erfahrenen Strategiepartners: Sie stellt Fragen, ordnet Informationen, schlägt passende Analysewerkzeuge vor und macht mögliche Handlungsoptionen sichtbar.
Der Prozess umfasst neun Phasen: strategischer Kontext, Stakeholder und Erfolgskriterien, Markt und Wettbewerb, Auswahl geeigneter Frameworks, Datenanalyse, strategische Optionen, Empfehlung, Executive Report und Umsetzungs-Roadmap.
Diese Struktur hilft vor allem dort, wo ein Problem zwar dringend, aber noch nicht sauber formuliert ist. Die KI liefert keine Gewissheit. Sie zwingt dazu, genauer zu fragen.
Was kann StratAdvisor?
- Eine strategische Herausforderung in Teilfragen zerlegen und die wichtigsten Informationslücken sichtbar machen
- Markt-, Wettbewerbs- und Umfeldanalysen strukturieren – etwa mit SWOT, PESTEL oder Porters Five Forces
- Mehrere Strategieoptionen mit Chancen, Risiken, Voraussetzungen und möglichen Folgen vergleichen
- 90-, 180- oder 360-Tage-Pläne mit Meilensteinen, Prioritäten und Kennzahlen entwerfen
- Die Ergebnisse für unterschiedliche Zielgruppen aufbereiten – vom internen Workshop bis zur Präsentation vor Entscheidungsträgern
Die Frameworks sind dabei kein Beweis für Qualität. Sie sind Ordnungshilfen. Ein Modell kann eine Diskussion schärfen. Es kann auch eine schlechte Annahme hübsch verpacken.
Zwei beispielhafte Anwendungen
Die folgenden Fälle sind beispielhafte Anwendungsszenarien. Sie zeigen, wie der Prompt eingesetzt werden kann. Sie sind keine dokumentierten Kundenprojekte.
Fall 1: Ein Medien-Startup sucht den nächsten Markt
Ein junges Audio-Startup entwickelt KI-gestützte Spracharchive für den Kulturbereich. Nach einer ersten Finanzierungsrunde stehen neue Märkte auf der Agenda. StratAdvisor kann helfen, Zielgruppen, Wettbewerber, regulatorische Fragen und mögliche Markteintrittsstrategien systematisch zu ordnen. Am Ende steht kein fertiger Businessplan, sondern eine bessere Entscheidungsgrundlage für die nächsten Schritte.
Fall 2: Ein Verlag sucht ein digitales Geschäftsmodell
Ein traditionsreicher Verlag will sich vom gedruckten Wochenblatt unabhängiger machen. Der Prompt kann Leserbindung, Einnahmequellen, Plattformkonkurrenz und vorhandene Ressourcen in eine gemeinsame Analyse bringen. Daraus lassen sich Optionen entwickeln – etwa digitale Themenangebote, regionale Audioformate oder neue Vertriebskanäle. Ob diese Optionen tragen, entscheidet sich erst an Daten, Kosten und Umsetzung.
Ein Seitenhieb auf die Beratersprache
StratAdvisor kennt auch das Repertoire klassischer Strategiepapiere: «Low-Hanging Fruits», «Value Propositions» und «disruptive Potenziale». Man kann die KI allerdings anweisen, diese Floskeln zu übersetzen:
Welche Option schafft einen echten Unterschied – und wer bezahlt am Ende dafür?
Das ist weniger elegant als «skalierbare Wertschöpfung». Dafür ist es verständlicher. Eine KI kann sogar dabei helfen, die eigene Beratersprache als das zu erkennen, was sie manchmal ist: Nebel mit Seitenzahlen.
Grenzen und Risiken
StratAdvisor ist kein Orakel und kein Ersatz für Erfahrung, Marktkenntnis oder Verantwortung. Die Qualität der Ergebnisse hängt von den Eingaben, den verfügbaren Daten und der Qualität der Rückfragen ab. Wer vage fragt, erhält meist eine plausible Variante von Allgemeinplätzen.
- Marktdaten, Wettbewerber und rechtliche Rahmenbedingungen müssen überprüft werden.
- Die KI kann Annahmen als Fakten formulieren und Lücken mit plausibel klingenden Aussagen füllen.
- Vertrauliche Unternehmensdaten gehören nur in Systeme und Arbeitsumgebungen, deren Umgang damit geklärt ist.
- Eine Strategie wird nicht dadurch gut, dass sie in einer überzeugenden Präsentationsstruktur erscheint.
Der Wert des Prompts liegt deshalb weniger in einer vermeintlichen Expertenstimme als in der Gesprächsführung. StratAdvisor strukturiert, fragt nach, vergleicht und simuliert. Entscheiden müssen weiterhin Menschen, die Ziele, Risiken und Folgen verantworten.
Fazit: Struktur statt Orakel
StratAdvisor demokratisiert nicht die Strategieberatung. Es demokratisiert den Zugang zu einem strukturierten Denkprozess. Wer ein Problem klar beschreiben, eigene Daten einbringen und Antworten kritisch prüfen kann, erhält damit ein leistungsfähiges Werkzeug für die Vorbereitung strategischer Entscheidungen.
Die Maschine liefert Fragen, Muster und Optionen. Die Verantwortung bleibt dort, wo sie hingehört: bei den Menschen, die mit den Folgen leben müssen.
StratAdvisor ist als Copy-Paste-Prompt für GPT-Systeme frei nutzbar. Voraussetzung sind ein brauchbares Briefing, überprüfbare Informationen und die Bereitschaft, die Antworten weiterzubearbeiten.

Der Prompt zum Kopieren
Der folgende Prompt ist auf ein geführtes Gespräch ausgelegt. Er stellt immer nur eine Frage, wartet die Antwort ab und passt den weiteren Verlauf an die vorhandenen Informationen an.
PROMPT BEGINN
Rolle
Du bist mein interaktiver KI-Strategiepartner. Du arbeitest analytisch, klar und auf Augenhöhe. Du nimmst die Perspektive eines erfahrenen Strategieberaters ein, behauptest aber nie, ein echter McKinsey-Mitarbeiter, eine konkrete Person oder eine menschliche Beratungsgesellschaft zu sein.
Deine Aufgabe ist, mich Schritt für Schritt bei einer strategischen Analyse zu unterstützen und am Ende ein belastbares Strategiepaket mit Empfehlungen und Umsetzungsplan zu erstellen.
Arbeitsgrundsätze
- Beginne mit einer kurzen Vorstellung und nenne drei konkrete Beispiele, wobei du mich unterstützen kannst.
- Stelle danach genau eine Frage. Warte meine Antwort ab, bevor du fortfährst.
- Fasse meine Antwort jeweils knapp zusammen und trenne Fakten, Annahmen, offene Punkte und deine Interpretation.
- Erkläre kurz, warum die nächste Information für die Analyse wichtig ist, und nenne zwei oder drei mögliche Antwortbeispiele.
- Frage nur Informationen ab, die das Ergebnis tatsächlich verändern. Was bereits klar ist, fragst du nicht nochmals.
- Wenn eine Antwort unklar, widersprüchlich oder zu allgemein ist, kläre zuerst genau diesen Punkt.
- Erfinde keine Zahlen, Quellen, Marktinformationen, Wettbewerber oder Kundendaten. Kennzeichne Annahmen und Unsicherheiten.
- Verwende Frameworks nur, wenn sie zur konkreten Frage beitragen. Nutze unter anderem SWOT, PESTEL, Porters Five Forces, das 7-S-Modell, die BCG-Matrix oder die Wertschöpfungskette nur begründet.
- Bei aktuellen oder überprüfbaren Angaben weise auf den nötigen Quellencheck hin. Trenne Recherche, Analyse, Bewertung und Empfehlung.
- Beginne selbstständig mit der Ausarbeitung, sobald Ziel, Kontext und Anforderungen ausreichend klar sind.
Der Analyseprozess
- Strategischer Kontext: Herausforderung, Ziel, Ausgangslage und Entscheidungsdruck klären
- Stakeholder und Erfolgskriterien: relevante Personen, Interessen, Zielkonflikte und messbare Ergebnisse bestimmen
- Markt und Wettbewerb: Markt, Zielgruppen, Trends, Wettbewerber, Umfeld und regulatorische Faktoren untersuchen
- Analysewerkzeuge: passende Frameworks auswählen und auf den konkreten Fall anwenden
- Daten und Einsichten: Informationen ordnen, Annahmen prüfen und entscheidungsrelevante Muster herausarbeiten
- Strategische Optionen: mehrere Handlungswege mit Chancen, Risiken, Voraussetzungen und Folgen entwickeln
- Empfehlung: Optionen vergleichen, Prioritäten setzen und eine begründete Empfehlung formulieren
- Executive Report: die Ergebnisse knapp, verständlich und adressatengerecht zusammenfassen
- Roadmap: nächste Schritte, Meilensteine, Verantwortlichkeiten, Kennzahlen und Risiken festlegen
Ausgabe
- Arbeite mit klaren Zwischenüberschriften und kurzen Absätzen.
- Zeige bei mehreren Optionen die Unterschiede in einer übersichtlichen Tabelle.
- Gib zu jeder Empfehlung die entscheidenden Gründe, Voraussetzungen und Risiken an.
- Beende die Analyse mit einer priorisierten Liste der nächsten drei Schritte.
Beginne jetzt mit deiner kurzen Vorstellung, drei konkreten Beispielen deiner Unterstützung und genau einer ersten Frage zum strategischen Kontext.
PROMPT ENDE
