Stanley Kubrick
Film · Bild · Musik · Obsession
A Young Person’s Guide to
Stanley Kubrick
Wie man Kubrick erkennt, bevor sein Name im Abspann steht.
Stanley Kubrick drehte nur dreizehn Spielfilme.
Kriegsfilme, Science-Fiction, Horror, Satire,
Historienfilm, Film noir und ein rätselhaftes
letztes Werk über Begehren, Eifersucht und Masken.
Sie sehen vollkommen unterschiedlich aus.
Und trotzdem braucht es manchmal nur wenige Sekunden, um Kubrick zu erkennen. Diese Seite handelt deshalb weniger davon, was er filmte, als davon,
wie er Kino machte.
13 Filme genügten
Stanley Kubrick wurde 1928 in New York geboren.
Bevor er Filme drehte, fotografierte er für das Magazin
Look. Bereits dort lernte er, mit Licht, Perspektive, Gesichtern und kleinen visuellen Geschichten zu arbeiten.
Später wechselte er fast bei jedem grossen Film das Genre.
Paths of Glory ist ein Kriegsfilm, Dr. Strangelove eine schwarze Komödie,
2001 Science-Fiction, Barry Lyndon ein Historienfilm, The Shining Horror.
Trotzdem gibt es eine erstaunliche Kontinuität:
dieselben Fragen, ähnliche Räume, bestimmte Blicke, wiederkehrende geometrische Ordnungen und eine geradezu obsessive Beschäftigung mit Kontrolle.
Kubrick hatte kein Genre. Er hatte ein Vokabular.
Genau dieses Vokabular ist der Ausgangspunkt dieser Seite.
Look: New York, Nachtclubs, Strassen, Sport und Menschen. Hier sieht man den Filmemacher, bevor er Filme machte:
Through a Different Lens · Museum of the City of New York ↗
Kubrick sehen
Kubricks Filme erzählen nicht nur durch Dialog und Handlung.
Räume, Blickachsen, Bewegungen und geometrische Formen
übernehmen selbst einen Teil der Erzählung.
Die Mitte
Kubricks Zentralperspektive ist zu einem seiner bekanntesten visuellen Kennzeichen geworden: Korridore, Räume und Menschen richten sich auf einen zentralen Fluchtpunkt aus.
Das Bild wirkt vollkommen geordnet. Gerade diese Ordnung kann bedrohlich werden. In 2001, The Shining und Full Metal Jacket scheint der Raum die Figuren beinahe festzuhalten.
Symmetrie
Links und rechts gleichen sich. Türen, Möbel, Menschen und Architektur werden um eine Mittelachse organisiert. Kubrick schafft Ordnung – oft genau dort, wo seine Geschichten beginnen, ausser Kontrolle zu geraten.
Der Kubrick Stare
Der Kopf leicht gesenkt, die Augen nach oben gerichtet, der Blick frontal in die Kamera oder knapp daran vorbei: Alex in A Clockwork Orange, Jack Torrance in The Shining, Private Pyle in Full Metal Jacket.
Der inzwischen berühmte «Kubrick Stare» markiert häufig einen Moment, in dem hinter dem menschlichen Gesicht etwas Bedrohliches sichtbar wird.
Korridore
Danny fährt durch das Overlook Hotel.
Astronauten bewegen sich durch die Discovery.
Soldaten marschieren durch Kasernen.
Bill Harford wandert nachts durch ein künstliches New York.
Kubricks Figuren bewegen sich auffallend oft durch Räume,
deren Ordnung mächtiger wirkt als die Menschen darin.
Spiegel und Doppelungen
Spiegel, Paare, symmetrische Figuren und wiederkehrende
Situationen durchziehen seine Filme. Besonders The Shining und Eyes Wide Shut spielen ständig damit, dass etwas noch einmal erscheint –
ähnlich, aber nicht mehr gleich.
Badezimmer
Ausgerechnet der privateste Raum des Hauses wird bei Kubrick auffällig häufig zum Ort von Gewalt, Demütigung, Enthüllung oder Kontrollverlust.
Die rote Toilette im Overlook Hotel, Private Pyle in Full Metal Jacket, das Badezimmer in Eyes Wide Shut: Das Motiv ist so auffällig, dass es längst Gegenstand filmwissenschaftlicher Untersuchungen geworden ist.
Schach
Kubrick war ein ernsthafter Schachspieler. In 2001 spielt HAL gegen Frank Poole. Die Versuchung liegt nahe, deshalb Kubricks ganze Inszenierung als Schachspiel zu deuten.
Besonders gelungen: In Lolita tritt dieses Motiv mit besonderer Schärfe hervor, da Kubricks eigene Leidenschaft hier auf die Vorlage von Vladimir Nabokov traf, der selbst ein passionierter Komponist von Schachaufgaben war. Das Spiel auf den 64 Feldern wird im Film zum Spiegelbild des psychologischen Kräftemessens zwischen Humbert Humbert und seinem Schatten Clare Quilty. Ob im häuslichen Salon bei scheinbar harmlosen Partien oder im lauernden intellektuellen Duell: Die Figuren auf dem Brett verbildlichen die wechselnden Machtverhältnisse, das Taktieren und die versuchte Kontrolle über das Geschehen. Humberts obsessives Vorgehen gleicht einer von Beginn an kompromittierten Strategie, bei der jeder Zug unausweichlich auf das eigene Matt zusteuert – eine Vorahnung, die Kubrick bereits im chaotischen Endspiel der Eröffnungsszene visuell besiegelt.
Das ist interessant – solange man weiss, wo die Biografie endet und die Interpretation beginnt.
Zentralperspektive als filmisches Gesetz etabliert hat.
Stanley Kubrick: One-Point Perspective · kogonada (BFI) ↗
Kubrick schneiden
Einer der berühmtesten Schnitte der Filmgeschichte dauert einen Augenblick und überspringt Millionen Jahre.
Werkzeug · Waffe
Technologie
Am Ende von «The Dawn of Man» in 2001
schleudert ein Vormensch einen Knochen in die Luft.
Schnitt. Im Weltraum erscheint ein technologisches Objekt.
Der Schnitt verbindet nicht bloss zwei ähnlich geformte Dinge.
Er komprimiert einen gewaltigen Teil der Menschheitsgeschichte:
vom ersten Werkzeug zur Hochtechnologie.
Kubrick erklärt den Gedanken nicht.
Er zeigt ihn. Berühmter Schnitt der Filmgeschichte.
Auch ganze Filme konstruiert er auf diese Weise.
Full Metal Jacket zerfällt demonstrativ in zwei Teile:
zuerst wird aus einem Menschen ein Soldat gemacht, danach sehen wir, was diese Maschine hervorbringt.
2001 und wie eine einzige Schnittstelle Werkzeug, Waffe und Zivilisation zusammendenkt.
The Cut of the Bone: Ellipsis and Anthropology in 2001 · MIT Press / October ↗
Kubrick baut Labyrinthe
In The Shining steht das Labyrinth im Garten. Aber das eigentliche Labyrinth ist das Hotel. Korridore führen durch eine Architektur,
die sich beim genaueren Hinsehen nicht immer logisch zusammensetzen lässt. Räume scheinen nicht dort zu liegen, wo sie liegen müssten.
In Eyes Wide Shut wird das Labyrinth abstrakter: Bill Harford geht nachts immer tiefer in eine Welt hinein, deren Regeln er nicht versteht.
↓
nächtlicher Aufbruch
↓
Domino
↓
Milich und der Kostümladen
↓
Rückkehr
↓
dieselben Orte
↓
veränderte Bedeutungen
↓
Alice
Man kann diese Konstruktion als Spirale lesen: hinein bis zu einem innersten Punkt und danach wieder hinaus. Viele Stationen der nächtlichen Reise erscheinen erneut, nun aber unter veränderten Vorzeichen, quasi rückwärts aus der Spirale.
Wichtig ist die Einschränkung: Die Doppelungs- und Rückkehrstruktur ist im Film sichtbar. Die «Spirale» ist eine Interpretation dieser Konstruktion,
keine bekannte Regieanweisung Kubricks.
in Eyes Wide Shut und die Wiederholung der Schauplätze unter veränderten Vorzeichen.
Introducing the Dream: Eyes Wide Shut · Film Quarterly (UC Press) ↗
Kubrick hören
Man kann Kubrick auch mit geschlossenen Augen erkennen.
Musik illustriert bei ihm nicht einfach das Bild. Sie kann es vergrössern, ihm widersprechen, es ironisieren oder ihm eine Bedeutung geben,
die vorher nicht da war.
Richard Strauss, Johann Strauss und György Ligeti:
Evolution, Weltraum und Technologie werden zu Choreografie,
Walzer und metaphysischer Fremdheit.
Beethoven gehört zu Alex‘ Selbstbild.
Wendy Carlos verwandelt klassische Musik elektronisch.
Und «Singin’ in the Rain» kollidiert brutal mit dem,
was wir sehen.
Händel, Schubert und traditionelle Musik geben der
historischen Welt Würde, Melancholie und eine fast
unerbittliche Ordnung.
Bartók, Ligeti und Penderecki lassen die Bedrohung
hörbar werden, bevor das Bild sie erklären kann.
Schostakowitsch, Jocelyn Pook und Ligeti.
Manchmal reichen wenige wiederholte Klaviertöne, um aus einem Raum einen gefährlichen Ort zu machen.
Kontrolle
Hinter den wiederkehrenden Bildern steckt möglicherweise eine noch grössere Konstante: Menschen geraten bei Kubrick immer wieder in Systeme, die sie kontrollieren wollen:
Das Militär in Paths of Glory und Full Metal Jacket. Der Staat in
A Clockwork Orange. Klasse und gesellschaftliche Ordnung in Barry Lyndon. Technologie in 2001. Ehe, Begehren und gesellschaftliche Macht in
Eyes Wide Shut.
HAL 9000 ist dabei nur die offensichtlichste Maschine. Das Bootcamp in Full Metal Jacket funktioniert ebenfalls wie eine Maschine: Namen verschwinden, Individualität wird abgebaut, Menschen werden neu programmiert.
Alex wiederum soll in A Clockwork Orange mit technischer Hilfe unfähig gemacht werden, Gewalt auszuüben.
Kubrick fragt immer wieder:
Was bleibt vom Menschen, wenn ein System
sein Verhalten vollständig kontrollieren will?
wichtigsten Quellen überhaupt. Die hier zugänglichen
englischen Fassungen wurden von Kubrick selbst überarbeitet.
Wie er das gemacht hat
Kubrick interessierte sich obsessiv für Filmtechnik.
Interessant wird das aber erst dort, wo die Technik das Bild verändert.
Eine Welt bauen, die es noch nicht gab
Für 2001 wurden Modelle, optische Effekte und Front Projection so eingesetzt, dass die Zukunft nicht wie eine Kulisse, sondern wie eine tatsächlich existierende Welt wirkte.
Licht wie im 18. Jahrhundert
Für die berühmten Kerzenlichtszenen wurden extrem lichtstarke Zeiss-Objektive mit einer maximalen Öffnung von f/0.7 für Kubricks Filmkamera umgebaut.
Das Entscheidende ist nicht die technische Kuriosität. Das Ergebnis sieht tatsächlich anders aus: Gesichter scheinen aus dem Kerzenlicht selbst
hervorzutreten.
Two Special Lenses for Barry Lyndon · American Cinematographer ↗
Die Kamera bekommt einen Körper
Garrett Browns Steadicam erlaubte es, Danny tief über dem Boden durch die Korridore des Overlook zu verfolgen.
Die Kamera läuft nicht einfach hinter ihm her. Sie scheint selbst durch das Hotel zu schweben.
Was danach anders aussah
Kubricks Einfluss besteht nicht darin, dass spätere Regisseure seine Bilder einfach kopierten. Er zeigte, wie weit populäres Kino formal gehen kann,
ohne aufzuhören, grosses Kino zu sein.
Besonders 2001 wurde zum Referenzpunkt für Generationen von Filmemachern. Science-Fiction musste danach nicht mehr nach
billigem Abenteuer aussehen. Sie konnte monumental, langsam, rätselhaft und philosophisch sein.
Steven Spielberg, Martin Scorsese, Christopher Nolan und andere bedeutende Regisseure haben Kubricks Bedeutung für ihr eigenes Verständnis von Kino hervorgehoben.
Bei David Fincher, Denis Villeneuve, Jonathan Glazer oder Yorgos Lanthimos lassen sich ebenfalls formale Verwandtschaften beobachten:
kontrollierte Räume, Distanz, Weitwinkel, geometrische Komposition und Menschen, die in Systemen gefangen sind.
Dabei gilt dieselbe Regel wie bei Kubricks Motiven:
Ähnlichkeit ist noch kein Beweis für Einfluss. Wo immer möglich, zählt die direkte Aussage des Filmemachers mehr als unsere Vermutung.
(darunter Martin Scorsese, Christopher Nolan und Paul Thomas Anderson) über Kubricks nachhaltigen Einfluss auf ihre Regiearbeit.
Directors on Stanley Kubrick · British Film Institute (BFI) ↗
Der Kubrick-Mythos
Irgendwann wurde aus dem Regisseur selbst eine Kubrick-Figur: der zurückgezogen lebende, obsessiv kontrollierende Perfektionist, der hundert Takes verlangte und sein Anwesen kaum mehr verliess.
Ein Teil davon stimmt. Ein anderer Teil wurde über Jahrzehnte
zu einer sehr guten Geschichte. Gut dokumentiert.
Sehr viele Takes. Kubrick liess einzelne Einstellungen tatsächlich
ungewöhnlich oft wiederholen.
Der tyrannische Kontrollfreak.
Seine Arbeitsweise war extrem fordernd. Erinnerungen von Mitarbeitern und Schauspielern ergeben jedoch ein widersprüchlicheres Bild
als die spätere Legende. Weitgehend Mythos
Der Einsiedler.
Kubrick lebte zurückgezogen in England, war aber keineswegs von der Welt abgeschnitten. Sein Haus war zugleich ein Arbeits- und Produktionszentrum. Sein Nachlass zeigt vor allem etwas anderes:
einen Mann, der ungeheure Mengen an Material sammelte,
recherchierte, ordnete und aufbewahrte.
Anwesen durchsuchen. Sein langer Guardian-Text ist zugleich Reportage, Charakterstudie und eine sehr unterhaltsame Korrektur des Einsiedler-Mythos.
Die Filme, die es nicht gibt
Napoleon
Kubrick bereitete über Jahre einen monumentalen Film
über Napoleon Bonaparte vor. Er sammelte biografische
Informationen, recherchierte Schlachtfelder, Kostüme und Drehorte und entwickelte ein gewaltiges Produktionsprojekt.
Der Film wurde nie gedreht. Gerade deshalb ist Napoleon beinahe zu einem
zweiten Werk geworden: Kubricks berühmtester Film, den niemand gesehen hat.
Aryan Papers
Kubrick arbeitete intensiv an einer Verfilmung von Louis Begleys Wartime Lies. Das Holocaust-Projekt wurde schliesslich aufgegeben.
A.I. Artificial Intelligence
Kubrick entwickelte das Projekt über Jahre. Nach seinem Tod realisierte Steven Spielberg den Film.
Kubrickiana
Bei einem Regisseur, über den seit Jahrzehnten Legenden erzählt werden, braucht auch die Trivia eine kleine Qualitätskontrolle.
Kubrick spielte ernsthaft Schach.
Als junger Mann spielte er unter anderem
im Washington Square Park in New York.
Schach taucht später auch in seinen Filmen auf.
HAL spielt eine echte Partie.
Die Schachpartie zwischen HAL und Frank Poole
in 2001 basiert auf einer historischen Partie.
Die NASA-Objektive.
Die Zeiss-f/0.7-Objektive in Barry Lyndon
haben tatsächlich eine Verbindung zum Apollo-Programm.
Daraus wurde später eine etwas grössere Legende,
als die technische Geschichte rechtfertigt.
Peter Sellers sollte noch mehr spielen.
In Dr. Strangelove spielt Sellers drei Rollen.
Ursprünglich war noch eine vierte vorgesehen.
Slim Pickens und die Komödie.
Kubrick wollte seine Darstellung vollkommen ernst.
Die populäre Version, Pickens habe gar nicht gewusst,
dass er in einer Komödie spiele, ist in dieser Absolutheit
mit Vorsicht zu geniessen.
R. Lee Ermey sollte zunächst beraten.
Der ehemalige Drill Instructor wurde bei
Full Metal Jacket schliesslich selbst
zum Gunnery Sergeant Hartman.
und wie die Partien in The Killing und 2001 notationstreu aufgebaut wurden.
Zimmer 237
Wer seine Filme derart genau konstruiert, schafft ein Problem:
Irgendwann halten Zuschauer alles für Absicht.
Bei The Shining ist daraus eine eigene Interpretationsindustrie entstanden.
Manche Beobachtungen sind faszinierend. Die Architektur des Overlook Hotels weist tatsächlich räumliche Merkwürdigkeiten und Widersprüche auf. Danach wird es wilder.
Willkommen im Rabbithole
Kubrick habe mit The Shining gestanden, die Mondlandung inszeniert zu haben. Dannys Apollo-Pullover sei ein Hinweis. Zimmer 237 werde zum Code. Andere entdecken Holocaust-Botschaften, Minotauren und geheime Zeichen in scheinbar nebensächlichen Requisiten. Das Interessante daran ist weniger, ob diese Theorien stimmen. Sie zeigen, was passiert,
wenn ein extrem detailbewusster Künstler auf unseren ebenso detailhungrigen Mustererkennungsapparat trifft.
Bei Kubrick ist wenig beliebig.
Daraus folgt nicht, dass alles eine Botschaft ist.
Hier wird sauber demonstriert, welche räumlichen Brüche tatsächlich
konstruiert wurden – und ab wann Apophänie einsetzt.
Die 13 Filme
Erst jetzt die Filmografie.
Denn nach den vorherigen Kapiteln sieht man diese Titel
vielleicht etwas anders.
eine vollständige Filmografie und eine umfangreiche
Bibliografie. Ein guter Ausgangspunkt für einzelne Filme.
Weiterlesen, ansehen, abtauchen
Das Netz über Stanley Kubrick ist riesig. Vieles wiederholt dieselben Geschichten. Einiges führt dagegen sehr tief. Diese Auswahl ist bewusst klein.
The Stanley Kubrick Archive
Der wichtigste Ort für Kubricks Nachlass. Drehbücher, Recherche, Setpläne, Drehpläne, Continuity-Berichte und Polaroids, Requisiten,
Kostüme, Tonmaterial und Unterlagen zu unvollendeten Projekten.
Through a Different Lens
Kubrick vor Kubrick: mehr als 120 Fotografien aus seiner Zeit beim Magazin Look. Der beste Einstieg in seine frühe Bildsprache.
Ken Adam Archiv
Zeichnungen und Storyboards eines der bedeutendsten Production Designer des 20. Jahrhunderts. Ken Adam arbeitete mit Kubrick unter anderem an Dr. Strangelove und Barry Lyndon. Berühmt wurde er durch seine Bildwelten für James Bond.
Kubrick spricht selbst
Michel Ciments Gespräche über A Clockwork Orange, Barry Lyndon
und The Shining. Besonders wertvoll, weil die veröffentlichten englischen Fassungen von Kubrick selbst überarbeitet wurden.
Die Mitarbeiter
Michel Ciment sprach auch ausführlich mit Menschen, die mit Kubrick gearbeitet haben. Eine nützliche Gegenperspektive zum Mythos des einsamen Genies.
Citizen Kubrick
Jon Ronson steigt in Kubricks berühmte Kisten. Einer der unterhaltsamsten langen Texte über seine Arbeitsweise, seine Sammelwut und den Mythos, er sei ein weltfremder Einsiedler gewesen.
Kubrick · Great Directors
Kritischer Überblick über das Gesamtwerk, dazu Filmografie, Bibliografie und weitere Ressourcen. Nicht die letzte Antwort auf Kubrick – aber ein
sehr guter Ausgangspunkt für die nächste Frage.
Wie Barry Lyndon im Kerzenlicht entstand
Der zeitgenössische Werkstattbericht über Kamera, Licht und die berühmten Zeiss-f/0.7-Objektive. Hier wird aus der Kubrick-Legende wieder Filmtechnik.
Barry Lyndon: Time Regained
Geoffrey O’Brien über einen Film, der das 18. Jahrhundert nicht bloss rekonstruiert, sondern in eine eigentümlich fremde, fast zeitlose Bilderwelt verwandelt.
The Kubrick Site
Altmodisch, textlastig, grossartig. Visual Memory bewahrt historische Interviews, Essays, Pressetexte und schwer auffindbares Material.
Ein echtes Kaninchenloch aus dem alten Web.
Am Ende
Look again.
Kubrick hinterliess nur dreizehn Spielfilme.
Vielleicht sehen wir sie immer noch,
weil sie uns zwingen, noch einmal hinzusehen.
