Rainer Luginbühl

Rainer Luginbühl

Inhalt

Am Rheinknie wird Basel lesbar. Über mehr als zehn Jahre habe ich diesem Stück Rhein zugeschaut, zu Fuss, von Brücken, vom Ufer aus, manchmal auch mit dem Kopf im Archiv. Der Fluss ist dabei nie bloss Kulisse. Er ist Taktgeber, Grenze, Spiegel, und gelegentlich eine sanfte Zumutung.

Dieses Blog ist das Protokoll dieser langen Annäherung. Beobachtungen statt Postkarten. Details statt grosser Behauptungen. Mal Wasserstand und Wetter, mal Stadt und Geschichte, mal ein einzelner Blick, der hängen bleibt.

Zum Einstieg. Hier beginnt es: Vorwort zum Blog „uferlos.basel und der rhein“
Und hier steht, warum das Projekt pausiert: Letzter Beitrag „In eigener Sache“

Und hier folgen alle Beiträge in chronologischer Reihenfolge. Wer nach Stichworten sucht, nutzt die Suche auf der Startseite.

Die Basler Buvettes

Während der Sommermonate verbreiten die Buvettes am Unteren Rheinweg südländischen Charme. Die Freiluft-Beizen sind auf der Kleinbasler Seite die einzigen Verpflegungsstationen zwischen Mittlerer Brücke und dem Dreiländereck, die direkt am Rhein gelegen sind.

Der Rhein als Festarena

Seit 1993 findet die Basler Bundesfeier am Rhein nicht mehr am 1. August, sondern bereits am Vorabend statt.

Nach französischem Vorbild wird die grosse Feier mit dem Feuerwerk vorgezogen, damit die etwas besinnlichere, offizielle baselstädtische 1. August-Feier mit Reden und Fahnenschwingen auf dem Bruderholz nicht konkurrenziert wird und, seit der 1. August als Feiertag arbeitsfrei ist (1994), schätzt es das Publikum, am Tag nach dem spätabendlichen Feuerwerk ausschlafen zu können.

Basilisk Brunnen

Der Basilisk erschien 1448 erstmals auf einer Handschrift als Basler Wappenhalter. Als Fabeltier gehört er in den Bereich der Mythologie, in der er als «König der Schlangen» gilt.

Käppelijoch

Das «Käppelijoch» behielt eine besondere Bedeutung, weil die Kapelle auch Schauplatz des öffentlichen Strafvollzugs war: Frauen, die des schweren Diebstahls, des Ehebruchs oder der Kuppelei für schuldig befunden worden waren, aber auch Kindsmörderinnen, wurden dort gefesselt in die Fluten des Rheins geworfen.

Helvetia

Seit 1980 sitzt die «Helvetia» auf der Mauer beim Kleinbasler Brückenkopf der Mittleren Brücke. Die Künstlerin Bettina Eichin zu ihrem Werk: «Eines Tages verlässt Helvetia ein Zweifrankenstück, mischt sich unter das Volk und unternimmt eine längere Reise.

Lagerstätte

Das Werk Stockers ist ein Geschenk der «Drei Ehrengesellschaften» an die Stadt Basel zur 600-Jahr-Feier der Vereinigung von Klein- und Grossbasel. Inspiriert durch die Gräber von Luxor, kam der Künstler auf den Gedanken, die Ehrenzeichen auf einem Gerüst für feierliche Leichenaufbahrungen (Katafalk) im Rhein zu versenken. Je nach Wasserstand ist das Objekt nicht auf Anhieb erkennbar, und manchmal ist es gar nicht zu sehen.

Die Mittlere Brücke von Basel

Dem Weitblick und der Entschlossenheit von Heinrich von Thun ist es zu verdanken, dass sich Basel zu einer bedeutenden und belebten Verkehrsdrehscheibe Europas entwickelt hat. Er war es nämlich, der den Brückenschlag zwischen Gross- und Kleinbasel vorangetrieben hatte. Heinrich II. von Thun war von 1216 bis 1238 Bischof des Fürstbistums Basel und ging dank seinem wegweisenden Bauwerk in die Stadtgeschichte ein.